Hygiene im Florence-Nightingale-Krankenhaus

Wo es viele Menschen gibt, existieren auch viele Keime. Damit sich diese nicht ausbreiten und die Gesundheit von Menschen gefährden, gibt es in Krankenhäusern die Klinikhygiene.

Ihre Aufgabe ist es, Infektionsrisiken zu erkennen und zu beseitigen oder zumindest so weit wie möglich zu reduzieren. Dabei steht nicht allein die Bekämpfung von Erregern im Vordergrund. Es gibt Bakterien, die naturgemäß in, um und auf uns Menschen vorhanden sind. Diese Bakterien zu bekämpfen, wäre fatal, da sie teilweise sogar unser Überleben sichern. Dies betrifft z. B. das Thema Verdauung. Ohne die natürlich vorhandenen Darmbakterien wäre eine Zersetzung der Nahrung im Verdauungstrakt nicht möglich und der Mensch wäre nicht in der Lage, aufgenommene Nährstoffe zu verwerten.

Der Schutz vor Infektionen mit diesen, teilweise sogar harmlosen, Keimen ist das oberste Ziel der Klinikhygiene im Florence-Nightingale-Krankenhaus. Bei der medizinischen Versorgung von Patientinnen und Patienten müssen die Zugangswege für diese Erreger in gefährdete Bereiche, wie z. B. in die Lunge, versperrt oder zumindest so eingeschränkt werden, dass ihre Zahl niedrig gehalten und dadurch das Risiko einer Infektion begrenzt werden kann. Dafür sorgt im Florence-Nightingale-Krankenhaus ein 4-köpfiges Team von Hygieneexperten.

Auf Basis gesetzlicher Bestimmungen des Robert-Koch-Instituts in Berlin erarbeiten sie Maßnahmen um Patienten und Personal vor Infektionen zu schützen. 

Kontrolle der Hygiene: die Hygienekommission

Alle Abläufe in der Klinikhygiene des Florence-Nightingale-Krankenhauses werden von der  Hygienekommission überwacht. Sie diskutiert aktuelle hygienische Themen und entwickelt Schutzmaßnahmen für das Krankenhaus. Neben jährlichen Treffen, kommt sie auch zusammen, wenn z. B. eine Pandemie, wie im Jahr 2009 die „Schweinegrippe“, ausgebrochen ist. Die Hygienekommission entwickelt aus den vorhandenen Informationen zu dem jeweiligen Erreger einen Hygieneplan, der für den Fall gilt, dass Patienten mit der jeweiligen Erkrankung gut versorgt sind und bereits stationäre Patienten nicht mit diesem Erreger in Kontakt kommen.

Netzwerke: Austausch mit anderen Krankenhäusern

 Die Klinikhygiene im Florence-Nightingale-Krankenhaus ist Mitglied im „MRE-Netzwerk Düsseldorf“ und bei der „Modellregion Hygiene Ruhrgebiet“. In diesen lokalen oder regionalen Netzwerken treffen sich Krankenhäuser, um einheitliche Hygieneverfahren zu planen und umzusetzen. Die Netzwerke dienen dem Austausch über aktuelle Hygieneprobleme und der gegenseitigen Unterstützung.

Zudem machen wir bei der nationalen Kampagne „Aktion Saubere Hände“ zur Verbesserung der Compliance der Händedesinfektion in unserem Krankenhaus mit. Darüber hinaus werden Patienten mit mehreren Modulen des „Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System“ (KISS) auf mögliche nosokomiale, d. h. im Krankenhaus erworbene, Infektionen überwacht. Die Ergebnisse werden ausgewertet und analysiert, so dass entsprechende hygienische Gegenmaßnahmen getroffen werden können.