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03.08.2017

Ratgeber für schwangere geflüchtete Frauen erschienen

Düsseldorf, 3. August 2017. Die Begleitung während der Schwangerschaft und Geburt ist kulturell und gesellschaftlich sehr unterschiedlich. Frauen, die aus ihrem Heimatland geflüchtet sind und erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben, haben vermutlich wenige Möglichkeiten, sich darüber zu informieren, welche Hilfsangebote sie in Anspruch nehmen können. Um sie zu unterstützen, haben Studierende der Hochschule für Gesundheit in Bochum, im Rahmen des Masterstudiengangs Evidence-based Health Care, eine Broschüre erarbeitet, die sich an schwangere geflüchtete Frauen richtet.

Sibylle Reick, Diplom-Pflegewirtin (FH) Pflege- und Gesundheitswissenschaften und Kinderkrankenschwester am Florence-Nightingale-Krankenhaus, hat die Broschüre in Zusammenarbeit mit drei Kommilitoninnen entwickelt. „Mit diesem Ratgeber möchten wir schwangere Frauen, die nach Deutschland geflüchtet sind, unterstützen. Erste Ansprechpartner für die Frauen sind in den meisten Fällen Einrichtungsleiterinnen, Sozialarbeiterinnen oder Gynäkologinnen. Wichtig ist, dass dies Frauen sind.“

In Interviews mit u. a. Sozialarbeiterinnen von Flüchtlingsunterkünften in Düsseldorf, Schwangerschaftsberatungsstellen und einer Gynäkologin sowie den Frauen selbst, haben die Studierenden den Bedarf und die Wünsche ermittelt. Das Ergebnis ist eine 20 Seiten starke Broschüre, die neben einem Überblick über Schwangerschaft und Geburt in Deutschland auch Informationen über Leistungen des deutschen Gesundheitssystems enthält. Sie ist in vier Sprachen verfügbar. Die Übersetzung der englischen und der farsi-Version (Persisch) erfolgte durch die Studierenden selbst. Die Übersetzung ins Arabische, die durch die Förderstiftung der Kaiserswerther Diakonie finanziert wurde, hat eine Studierende der Hochschule übernommen.

Momentan ist die Broschüre nur online verfügbar und wird im September an die potenziellen Anlaufstellen verschickt. Sie soll jedoch, falls ein Sponsor gefunden wird, auch als Druckversion an Flüchtlingsunterkünfte, Schwangerschaftsberatungsstellen und Arztpraxen verteilt werden.