Interventionelle Endoskopie

Die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der modernen Endoskopie haben sich in den zurückliegenden zehn Jahren enorm weiterentwickel.

Mit Miniatur-Endoskopen (Spyglass) ist z.B. der direkte Blick in das Gallengangsystem möglich. Komplizierte Steine können unter Sicht kontrolliert zertrümmert werden. Der endoskopische Ultraschall (Endosonographie) erlaubt eine millimetergenaue Beurteilung der Wandstrukturen des Gastrointestinaltraktes. Verdächtige Befunde, z.B. im Bereich der Bauchspeicheldrüse oder der Lymphknoten können minimalinvasiv punktiert werden. Auch komplexere Interventionen z.B. Drainagen von (Pankreas)zysten und sogar endoskopische Anastomosen (z.B. zwischen Magen und Gallenblase) können mit speziellen Stentsystemen endoskopisch realisiert werden.  

Im Bereich der endoskopischen Resektionstechniken ist die so genannte Vollwandresektion inzwischen fest im endoskopischen Leistungsspektrum etabliert. Hiermit können z.B. tumoröse Veränderungen, die unterhalb der Schleimhaut (in der so genannten Submukosa) lokalisiert sind, endoskopisch entfernt werden, ebenso Krebsvorstufen, die aufgrund von Vernarbungen einer klassischen Schlingenresektion nicht (mehr) zugänglich sind.

Seit 2014 stehen uns im Funktionsneubau unter anderem vier, nach modernsten Gesichtspunkten ausgestattete, Endoskopie-Räume mit eigener, digitaler Durchleuchtungsanlage zur Verfügung. Ein separater, anästhesiologisch geführter Überwachungsbereich mit zehn Monitorplätzen garantiert - ebenso wie die vollautomatische Reinigung der Endoskope - ein Höchstmaß an persönlicher Sicherheit für unsere Patienten. Aktuell führen wir mehr als 5.000 endoskopische Untersuchungen und 5.000 sonographische Untersuchungen im Jahr durch.

Interventionelles Leistungsspektrum