Abklärung schlafbezogener Störungen und Erkrankungen

Das Kinderschlaflabor ist Teil des interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums des Florence-Nightingale-Krankenhauses und wurde 2009 eröffnet. Es ist eines der wenigen nach DGSM (Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin) zertifizierten Abteilungen zur Diagnostik und Behandlung von schlafbezogenen Erkrankungen im Kindesalter. Ziel ist die frühzeitige Erkennung und Behandlung dieser Erkrankungen, welche körperliche aber auch psychologische Ursachen haben können. 

Wir bieten das gesamte Spektrum der Schlafmedizinischen Diagnostik für alle Altersgruppen vom Neugeborenen bis zum jugendlichen Erwachsenen. Bei Bedarf führen wir zusätzlich weitere Untersuchungen in unseren Fachambulanzen durch, wie z.B. Lungenfunktionsprüfung, Echokardiographie oder Langzeit-EKG. Einen Schwerpunkt bildet die Behandlung von Patienten mit geistigen und/oder körperlichen Entwicklungsstörungen sowie Verhaltensauffälligkeiten.

Es stehen drei speziell für Kinder ausgestattete Schlaflaborbetten (PSG-Plätze) in Einzelzimmern zur Verfügung. Dabei werden über am Körper angebrachte kleine Messfühler Parameter wie Atmung, Herzschlag, Sauerstoffversorgung, Hirnströme, Augenbewegungen, Muskelspannung, EKG, Körperlage, Beinbewegungen etc. aufgezeichnet und geben Aufschluss über die Schlafqualität. Die Untersuchungen finden meist in Begleitung eines Elternteils oder Betreuers statt.

Ausgewählte Schwerpunkte sind die Erkennung und Abklärung von:

  • atembezogenen Schlafstörungen (Schnarchen, Röcheln, Atemaussetzern)
  • Schlafphänomenen wie Nachtschreck, Albträumen, Schlafwandeln
  • Einschlaf- und Durchschlafstörungen
  • nicht-erholsamem Schlaf
  • Verhaltensstörungen mit möglichem Bezug zu gestörter Schlafqualität (motorische Unruhe, unruhige Beine/RLS, Hyperaktivitätssyndrom, Leistungsstörungen, Asthma bronchiale, Allergien)
  • schlafbezogenen Krampfanfällen
  • schlafbezogenen Störungen bei Kindern mit vorbestehenden chronischen Erkrankungen oder Fehlbildungen (Down-Syndrom, Pierre-Robin-Syndrom, Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, Muskelerkrankungen etc.)
  • Versorgung bei Heimbeatmung
  • Versorgung von Risikokindern zur Verhütung des plötzlichen Kindstods (SIDS)