Bronchiale Thermoplastie: Innovative Behandlung für Asthmatiker

Die Bronchiale Thermoplastie (BT) stellt für Asthma-Patienten eine alternative Behandlungsmethode zur medikamentösen Therapie dar. Das Verfahren eignet sich für Erwachsene ab 18 Jahren, die trotz Einnahme von Medikamenten unter schwerem anhaltendem Asthma leiden. Seit Anfang 2014 setzt die Klinik für Pneumologie, Kardiologie und internistische Intensivmedizin die Bronchiale Thermoplastie bei Patienten ein.

Bronchiale Thermoplastie: Das Verfahren

Bei der Bronchialen Thermoplastie wird ein kleiner Schlauch mit Hilfe eines flexiblen Bronchoskops durch Mund oder Nase in die Luftröhre des Patienten eingeführt. Die Atemwege von Asthmatikern sind verengt, da sich die Muskulatur im Bereich der Bronchien verdickt. An die Wände des Atemwegs wird kontrolliert Wärme abgegeben. Dies entspannt die Verkrampfung der Bronchienmuskulatur langfristig. Etwa eine halbe Stunde dauert der Eingriff, der unter Vollnarkose durchgeführt wird. Nach etwa fünf bis sechs Tagen kann der Patient die Klinik wieder verlassen. Für eine vollständige Behandlung mit Bronchialer Thermoplastie sind drei Sitzungen erforderlich, die im Abstand von jeweils etwa einem Monat durchgeführt werden.

Behandlungserfolge durch Bronchiale Thermoplastie

Bronchiale Thermoplastie kann die Lebensqualität von Patienten mit schwerem Asthma nachhaltig verbessern. Eine Änderung tritt in der Regel erst nach zwölf Wochen ein. Für den Patienten ist diese dann aber deutlich spürbar. Bei den meisten Patienten bessert sich nach der Behandlung der allgemeine Asthmazustand. Die Schwere der Asthmaanfälle wird reduziert und die Kontrolle des Asthmas verbessert.

Insgesamt 15 Kliniken praktizieren die Bronchiale Thermoplastie aktuell. Mehr als 200 Patienten sind bisher in deutschen Kliniken mit dieser Methode behandelt worden. (Stand: Anfang 2017)