Umgang mit Stoma

Ein Stoma ist eine künstlich/operativ geschaffene Öffnung eines Organs zur Körperoberfläche. Für eine Stomaanlage gibt es verschiedene Gründe. Das Stoma soll dazu beitragen, dass sich Ihr Gesundheitszustand wieder verbessert. Gleichzeitig bedeutet ein Stoma aber auch eine große Veränderung.

Man unterscheidet ein Dickdarm-, Dünndarm- sowie ein Urinstoma. Stuhlgang oder Urin wird dann über eine Öffnung an der Bauchdecke ausgeschieden. Das Stoma wird mit einer entsprechenden Beutelversorgung versehen, so dass die Ausscheidungen hier aufgefangen werden.

Wir begleiten Sie

Im Laufe Ihres Krankenhausaufenthaltes erlernen Sie den Umgang mit der Stomaversorgung, damit Sie wieder eine größtmögliche Selbstständigkeit erreichen. Gerne werden auf Ihren Wunsch auch Ihre Angehörigen mit einbezogen. Ihnen stehen die Stomatherapeutin und die Pflegekräfte der Station mit Wissen und Erfahrung zur Seite. Sie informieren und unterstützen Sie in der Bewältigung der neuen Lebenssituation.

Während des Krankenhausaufenthaltes beginnt die Begleitung so früh wie möglich:

  • bereits vor der Operation, z.B. zur Stelle an Ihrem Bauch für das geplante Stoma
  • bei Versorgungsproblemen und Komplikationen
  • hinsichtlich der Auswahl und Anwendung des Versorgungsmaterials
  • bei Fragen zur Ernährung, Körperhygiene, Kleidung, Sexualität, Freizeit und Beruf

Vorbereitung auf Zuhause

Für die Zeit nach Ihrer Entlassung beraten wir Sie und helfen Ihnen dabei, die notwendigen Dinge zur Stomaversorgung für Zuhause, zu organisieren. Das erforderliche Material liefert Ihnen eine nachversorgende Einrichtung (Sanitätshaus oder Home Care Unternehmen). Diese unterstützt Sie auch weiterhin bei Fragen und Problemen rund um das Stoma. Auf Ihren Wunsch können wir Ihnen den Kontakt zur "Deutschen ILCO e.V." (Selbsthilfevereinigung für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs) gerne vermitteln.