Methoden der Darmkrebserkennung

Um den Dickdarmkrebs exakt zu diagnostizieren, sind unterschiedliche Untersuchungen erforderlich. Sie geben Aufschlüsse über Art, Lage, Größe, Ausdehnung und gegebenenfalls Streuung des Tumors.

Je nach Bedarf werden folgende Methoden eingesetzt:

  • körperliche Untersuchung
  • endoskopische Untersuchungen (Koloskopie, Sigmoidoskopie, Rektoskopie)
  • Ultraschall-Untersuchungen (abdominale Sonographie, Endosonographie)
  • radiologische Untersuchungen (Herz/Lunge, CT, MRT, Kernspintomographie)
  • Blutuntersuchungen

Darmspiegelung (Koloskopie)

Der Dickdarm- bzw. Enddarmkrebs – der Arzt spricht von Kolon- oder Rektum-Karzinom (Dickdarm- bzw. Mastdarmkrebs) – hat dank Früherkennung viel von seinem Schrecken verloren. Er entsteht aus Dickdarm-Polypen, die auf den Schleimhäuten des Dickdarms wuchern. Sie sind zunächst völlig gutartig. Es dauert mindestens fünf bis zehn Jahre, bis aus solchen Polypen Krebs entstehen kann. Bis der Dickdarmkrebs wächst und erste Beschwerden auftreten, können nochmals bis zu zehn Jahre vergehen. Deshalb gilt: Um eine drohende Krebsentwicklung rechtzeitig zu erkennen, ist alle zehn Jahre eine Darmspiegelung angesagt.

Die Darmspiegelung (Koloskopie) umfasst eine genaue und vollständige Untersuchung des gesamten Dickdarms. Dabei kann der Arzt sogar sehr frühe Vorstadien eines drohenden Darmkrebses erkennen – und entfernen: die sogenannten Polypen (Wucherungen der Schleimhaut). Bei der Spiegelung führt der Arzt über den After ein Endoskop in den Darm ein (einen biegsamen Schlauch mit Licht und Kamera), mit dem er die Darminnenwand nach Veränderungen absucht. Findet er einen Polypen, kann er ihn mit einer Schlinge oder einer Mini-Schere abknipsen – vorausgesetzt, er nistet nicht zu tief. Sind diese Polypen entfernt, sinkt das Tumorrisiko für viele Jahre auf ein Minimum. Bei der Darmspiegelung lassen sich also alle Vor- und Frühstadien restlos abtragen: Hier kann dann kein Krebs mehr entstehen. Selbst bei früh erkanntem Darmkrebs sind die Heilungschancen sehr gut.

Darmpolypen und Darmkrebs können in jedem Alter entstehen. Aber ab 40 erhöht sich das Risiko der Bildung von Darmpolypen deutlich. Und ab 50 steigt das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Deshalb: Nutzen Sie die angebotenen Vorsorge-Untersuchungen!

Übrigens: Unser Programm zur Früherkennung kolorektaler Karzinome umfasst ebenfalls das Angebot einer Darmspiegelung (Koloskopie).