Interdisziplinäres Kontinenz- und Beckenbodenzentrum

Inkontinenz darf kein Tabuthema sein. Besonders Frauen können je nach Schweregrad in ihrer Lebensqualität stark beeinträchtigt sein. Sowohl ältere Patientinnen nach den Wechseljahren als auch jüngere Patientinnen beispielsweise nach Schwangerschaft und Entbindung können unter Urin- und Stuhlinkontinenz oder Senkungsbeschwerden leiden. Für unser Behandlungskonzept sind der individuelle Leidensdruck und die körperlichen Voraussetzungen einer Patientin entscheidend. In den Sprechstunden und bei regelmäßigen Informationsveranstaltungen bieten wir Betroffenen die Möglichkeit, sich kompetente medizinische Beratung zu holen.

Interdisziplinäres Team gewährleistet hohe Kompetenz

Für eine Therapieplanung ist es wichtig, Befunde aller drei Kompartimente des Beckenbodens zu erheben und zu berücksichtigen, also von Blase, Scheide und Enddarm. Die Mitarbeiter des Inkontinenz- und Beckenbodenzentrums, die unter anderem nach den Richtlinien der Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und Beckenbodenrekonstruktion (AGUB) ausgebildet sind, und ein interdisziplinäres Team aus Gynäkologen, Chirurgen und Urologen gewährleisten eine umfassende Diagnostik und sorgfältige Therapieplanung. Wenn möglich, ziehen wir konservative Therapieansätze einer operativen Behandlung vor. Dank unserer spezialisierten urotherapeutischen Pflegeexpertin Manuela Schmitz und unserer auf Beckenboden spezialisierten, physiotherapeutischen Kooperationspartnerin Anke von der Schulenburg erreichen wir optimale nichtinvasive Behandlungserfolge.

Sollte kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden, bieten wir eine Vielfalt modernster operativer Verfahren an.

Zusammenarbeit mit spezialisierten Kooperationspartnern

Bei speziellen urogynäkologischen Fragestellungen arbeiten wir mit Dr. med. Jacek Kociszewski, Chefarzt der gynäkologischen Abteilung am Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe zusammen, der eine umfassende Expertise aufweist und als einer der landesweit anerkannten Spezialisten gilt. Er besitzt, wie Prof. Dr. med. Björn Lampe, ein AGUB III Zertifikat.

Funktionelle Störungen des Darms und andere koloproktologische Beschwerden können wir durch die Kooperation mit Dr. med. Faramarz Pakravan vom Coloproktologischen Zentrum Düsseldorf (CPZ) mit größter Kompetenz behandeln. Bei männlicher Inkontinenz kooperieren wir mit der Urologischen Klinik des HELIOS Klinikums Wuppertals unter Leitung von Prof. Dr. med. Stephan Roth, einem der bekanntesten Urologen Deutschlands. Er wird von Kollegen wie Patienten gleichermaßen wegen seiner hervorragenden Expertise geschätzt.

Patientinnen und Patienten, die an einer Beckenbodenschwäche oder -fehlfunktion leiden, profitieren von gezielter und spezialisierter physiotherapeutischer Beckenbodentherapie. Diese bietet Anke von der Schulenburg, nach physio pelvica zertifizierte Beckenbodentherapeutin auf dem Gelände der Kaiserswerther Diakonie als auch in ihrer Praxis in der Düsseldorfer Innenstadt an. 

Zertifizierte Behandlungsqualität

Unser interdisziplinäres Beckenbodenzentrum ist als eines von wenigen Zentren in Deutschland nach ClarCert zertifiziert. Dies garantiert eine ebenso transparente wie qualitativ hochwertige Versorgung von Patienten mit Harn- und Stuhlinkontinenz.