Nachrichten

25.05.2020

Erfahrungsbericht über den Weg durch die paranoide Schizophrenie mit Vorwort von Prof. Dr. med. Joachim Cordes

Düsseldorf, 25. Mai 2020. Werde zum Experten deiner eigenen Krankheit, empfiehlt Jens Jüttner. Der 44-jährige Düsseldorfer erkrankte mit 27 erstmals an paranoider Schizophrenie. Heute erscheint sein ehrlicher Erfahrungsbericht mit dem Titel "Als ich aus der Zeit fiel".

Er schildert, was ihm über zehn Jahre widerfahren ist, in denen er unter den Symptomen der paranoiden Schizophrenie litt. Während dieser Zeit gab es für ihn gute und schlechte Zeiten – mehr schlechte. Er beendete sein Studium, arbeitete als Jurist, heiratete und wurde Vater – und litt währenddessen fast andauernd unter Anfällen, Verfolgungswahn, bleierner Antriebslosigkeit und den massiven Nebenwirkungen seiner Medikamente.

Jens Jüttners Resümee lautet: Jeder Patient kann bei der Behandlung mitwirken, wenn er Bescheid weiß. Wichtig ist zunächst einmal das Wissen, dass auch andere unter solch einer Krankheit leiden. Wertvoll die Informationen, woher die Krankheit kommen kann, was dagegen helfen könnte und wie man als Betroffener oder Angehöriger damit umgeht. Das 139-seitige Sachbuch ist pragmatisch, knapp und informativ. Vor allem macht Jüttner Mut, die Hoffnung nie aufzugeben, aus dem Teufelskreis herauszukommen.

Prof. Dr. med. Joachim Cordes, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Florence-Nightingale- Krankenhauses, hat für das Sachbuch ein wissenschaftlich fundiertes und gleichsam sehr menschliches Vorwort verfasst.