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18.09.2020

Film ab im OP – Videobrille sorgt für Entspannung

Prof. Dr. med. Manuel Wenk, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie erklärt seinem Patienten Johannes Heßling die Videobrille. (Foto: Hans-Jürgen Bauer)

Düsseldorf, 18. September 2020. „Welchen Film möchten Sie sehen? Action, Komödie, Naturfilm oder lieber ein Konzert?“, fragt Prof. Dr. med. Manuel Wenk, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie im Vorbereitungsraum des OP 8 im Florence-Nightingale-Krankenhaus seinen Patienten Johannes Heßling, der am Handgelenk operiert werden soll. Seit kurzem bietet die Klinik Patientinnen und Patienten, die unter Teilnarkose behandelt werden, eine Videobrille zur Ablenkung während der Operation an.

„Viele Menschen haben Angst, bei einer Teilnarkose oder Regionalanästhesie die Geräusche und Gespräche im OP mitzubekommen. In der Vergangenheit konnten unsere Patienten schon während des Eingriffs auf dem eigenen Tablet surfen, telefonieren oder Musik hören. Jetzt können wir mit der neuen Videobrille die perfekte audiovisuelle Ablenkung anbieten. Beim Film der Wahl werden die Umgebungsreize ausgeblendet und Stresssymptome abgebaut - ganz nebenwirkungsfrei“, erläutert der Chefarzt.

Anstelle der geplanten Sedierung, bei der der Patient in einen leichten Dämmerschlaf versetzt wird, entscheidet sich Johannes Heßling für eine Komödie. Nach der OP berichtet er: „Die Behandlung war sehr angenehm. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich Schmerzen. Vom Geschehen im Operationssaal habe ich nichts mitbekommen.“

Gerade bei Eingriffen an den Händen oder Füßen entscheiden sich viele Patientinnen und Patienten für ein Regionalanästhesieverfahren. Diese haben weniger Auswirkungen auf Herz, Kreislauf und Leistungsfähigkeit des Gehirns. Das Schmerzempfinden wird partiell ausgeschaltet. Im Anschluss an die OP erholen sich die Patienten viel schneller als bei einer Vollnarkose. Welches Anästhesieverfahren in Frage kommt, wird im Florence-Nightingale-Krankenhaus vor dem Eingriff in einem ausführlichen Beratungsgespräch mit den Patienten besprochen.  

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Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie