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23.07.2019

Gesundheitsserie "Krebs vorbeugen": Tipp 1 – Mit dem Rauchen aufhören

Die letzte Zigarette: Wer das Krebsrisiko verringern will, sollte mit dem Rauchen aufhören. (Foto: © Pixabay/Myriams-Fotos)

Düsseldorf, 23. Juli 2019. 37 Prozent der Krebs-Neuerkrankungen in Deutschland werden von Faktoren verursacht, die vermeidbar sind. Das haben Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums erstmals für das Jahr 2018 ermittelt. Risikofaktor Nr. 1 für die Entstehung von bösartigen Tumoren ist das Rauchen. Fast 90 Prozent der Krebs-Neuerkrankungen sind durch Tabak bedingt.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland 58.760 Männer und 26.312 Frauen in Deutschland an Krebs, ausgelöst durch das Rauchen. Ein großer Teil der betroffenen Männer (88,5 Prozent) und der betroffenen Frauen (83,3 Prozent) erkranken an Lungenkrebs bzw. einem Tumor in den Atemwegen. Doch auch Darmkrebs, Blasenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Leberkrebs, Tumore in Niere und Nierenbecken, Mundraum, Magen, Speiseröhre, Gebärmutterhals oder Kehlkopf können durch Nikotinkonsum ausgelöst werden.

Wer Krebs vorbeugen will, sollte daher auf das Rauchen verzichten. Das Florence-Nightingale-Krankenhaus unterstützt alle Raucher, die rauchfrei werden wollen und bietet jeden Montag einen Informationsvortrag an, bei dem das Rauchverhalten und Möglichkeiten der Tabakentwöhnung erläutert werden. Zur Tabakentwöhnung wird die Teilnahme an einem Gruppenkurs „Das Rauchfrei Programm“ empfohlen.

Doch lohnt es noch, mit dem Rauchen aufzuhören, wenn der Betroffene bereits an einer schwere Erkrankung leidet? Die Antwort lautet „Ja“, denn der Rauchverzicht führt innerhalb kurzer Zeit zu positiven Auswirkungen für die Gesundheit. So geht ein erhöhter Blutdruck bereits nach 20 Minuten zurück, innerhalb von 8 Stunden normalisiert sich die CO-Konzentration im Blut und innerhalb von 2 Tagen verbessern sich Geruchs- und Geschmacksinn. Wer auf Nikotin verzichtet, kann innerhalb von 3 Tagen merklich besser atmen, nach 3 Monaten ist eine bessere Lungenfunktion nachweisbar. Das durch das Rauchen bedingte Herzinfarkt-Risiko wird innerhalb eines Jahres halbiert. Die Gefahr, an Lungenkrebs zu erkranken, wird innerhalb von 10 Jahren halbiert, so die Studienergebnisse der American Cancer Society.

Die Gesundheitsserie „Krebs vorbeugen“

In unserer Gesundheitsserie geben wir basierend auf den Erkenntnissen einer Studie vom Deutschen Krebsforschungszentrum Tipps, wie und mit welchen Maßnahmen das Krebsrisiko wissenschaftlich erwiesen sinken kann. Denn 37 Prozent der Krebs-Neuerkrankungen in Deutschland werden von Faktoren verursacht, die vermeidbar sind. Das haben Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in einer Studie erstmals für 2018 ermittelt. Das Florence-Nightingale-Krankenhaus ist auf die Tumormedizin spezialisiert und behandelt Patienten mit Lungenkrebs, Darmkrebs, Hautkrebs, gynäkologischen Krebserkrankungen sowie Tumorerkrankungen der Verdauungsorgane.

Tipps im Überblick:

  • Tipp 1: Mit dem Rauchen aufhören
  • Tipp 2: Gesund essen Mehr erfahren
  • Tipp 3: Übergewicht vermeiden oder reduzieren
  • Tipp 4: Körperlich aktiv sein 
  • Tipp 5: Infektionskrankheiten vermeiden
  • Tipp 6: Maßvoller Umgang mit Alkohol