Nachrichten

07.08.2019

Gesundheitsserie "Krebs vorbeugen": Tipp 2 – Gesund und nahrhaft essen

Ein einfache Faustregel: Pro Tag sollte man mindestens 32 Gramm an Ballaststoffen, Obst und nichtstärkehaltigem Gemüse essen. (Foto: Frank Elschner)

Düsseldorf, 7. August 2019. Jedes Jahr erkranken 34.162 Personen in Deutschland an Krebs, ausgelöst durch ungesunde Ernährung. Damit ist die Nahrungsauswahl Risikofaktor Nr. 2 für die Entstehung von bösartigen Tumoren.

In Ländern, in denen viel Fleisch gegessen wird, ist in den letzten Jahren die Zahl der Patienten mit Dickdarmkrebs deutlich gestiegen. In Deutschland sind laut Robert-Koch-Institut im Jahr 2014 34.367 Männer und 28.921 Frauen neu an einem Kolonkarzinom erkrankt.

Ein hoher Fleisch-, Wurst- und Salzverzehr führen jedoch nicht nur zu Darmkrebs, sondern erhöhen ebenfalls das Risiko, an einem Karzinom der Bauchspeicheldrüse, der Lunge, der Brust und des Magens zu erkranken.

Von der Forschung empfohlen ist ein Verzehr von maximal 500 Gramm rotem Fleisch pro Woche, der komplette Verzicht auf Wurstwaren sowie ein Salzkonsum von maximal 6 Gramm pro Tag. Ballaststoffe, Obst und nichtstärkehaltigem Gemüse hingegen sollten mindestens 32 Gramm pro Tag gegessen werden. Derzeit nimmt der „Durchschnittsdeutsche“ gerade einmal 20 bis 22 Gramm zu sich. Ein einfacher praktischer Hinweis: Mit fünf handtellergroßen Portionen Obst und Gemüse kann jeder den täglichen Bedarf an Ballaststoffen decken.

Zwischen dem Verzehr von weißem Fleisch, also Geflügel, und der Entstehung von Krebserkrankungen ist bis heute von der Forschung kein Zusammenhang nachgewiesen worden.

Die Gesundheitsserie „Krebs vorbeugen“

Jedes Jahr erkranken etwa 500.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs. Bei vielen dieser Menschen tritt die Krebserkrankung schicksalhaft auf; bei einigen tragen äußere, durch die Lebensführung beeinflussende Faktoren zur Entstehung der Krankheit bei. In unserer Gesundheitsserie geben wir basierend auf den Erkenntnissen einer Studie vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) Tipps, wie und mit welchen Maßnahmen das Krebsrisiko wissenschaftlich erwiesen sinken kann. Denn 37 Prozent der Neuerkrankungen werden von Faktoren verursacht, die vermeidbar sind. Das haben Wissenschaftler des DKFZ in einer Studie erstmals für 2018 ermittelt. Das Florence-Nightingale-Krankenhaus ist auf die Tumormedizin spezialisiert und behandelt Patienten mit Lungenkrebs, Darmkrebs, Hautkrebs, gynäkologischen Krebserkrankungen sowie Tumorerkrankungen der Verdauungsorgane.

Tipps im Überblick:

  • Tipp 1: Mit dem Rauchen aufhören Mehr erfahren
  • Tipp 2: Gesund essen  
  • Tipp 3: Übergewicht vermeiden oder reduzieren Mehr erfahren
  • Tipp 4: Körperlich aktiv sein Mehr erfahren
  • Tipp 5: Infektionskrankheiten vermeiden Mehr erfahren
  • Tipp 6: Maßvoller Umgang mit Alkohol