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04.10.2019

Gesundheitsserie "Krebs vorbeugen": Tipp 4 – Bewegung und körperliche Aktivität

Körperliche Aktiviät kann nicht nur wirksam Krebs vorbeugen, sondern auch den Verlauf einer aufgetretenden Krebserkrankung positiv beeinflussen. (Foto: © Pixabay/Dominic_Winkel)

Düsseldorf, 04. Oktober 2019. In Deutschland erkranken jedes Jahr 500.000 Menschen neu an Krebs. Etwa 27.000 dieser Neuerkrankungen – also mehr als 5 Prozent – werden durch geringe körperliche Aktivität ausgelöst. Bewegungsmangel ist damit Risikofaktor Nr. 4 für die Entstehung von bösartigen Tumoren.

Bewegungsmangel trägt insbesondere zur Entstehung von Magenkrebs, Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Lungenkrebs, Brustkrebs bei Frauen sowie Tumoren im Gebärmutterkörper, Nieren und Harnblase bei. Insgesamt ist eine geringe körperliche Aktivität bei etwa 27.000 Menschen Hauptursache ihrer Krebserkrankung.

Umgekehrt lässt sich schlussfolgern, dass regelmäßige Bewegung geeignet ist, um Krebs vorzubeugen. Denn Bewegung trägt unter anderem zum Abbau von Fettgewebe bei, hilft, chronische Entzündungen zu reduzieren und beeinflusst positiv hormonelle Veränderungen, die eine Krebsentstehung fördern können.

Wie viel Bewegung ist notwendig, um Krebs wirksam vorzubeugen?  Dazu empfiehlt eines der großen Krebs-Forschungsinstitute, der World Cancer Research Fund, mindestens 150 Minuten pro Woche moderat körperlich aktiv zu sein. Geeignet sind beispielsweise zügiges Gehen oder Wandern ohne Gepäck, gemütliches Fahrradfahren, Golfen, Tanzen, Schwimmen, aber auch Treppensteigen, Rasenmähen oder mittelschwere Garten-, Haushalts- und Reparaturarbeiten. Alternativ genügen mindestens 75 Minuten pro Woche intensiv körperliche Aktivität. Das können beispielsweise Joggen, zügiges Fahrradfahren, Wandern mit Gepäck, Bergsteigen oder schwere Gartenarbeit sein.

Dabei ist körperliche Aktivität nicht nur wichtig, um Krebs wirksam vorzubeugen. Wenn eine Krebserkrankung bereits eingetreten ist, können körperliche Aktivität und Sport zu einem besseren Behandlungserfolg beitragen.

Schließlich kann durch körperliche Aktivität nicht nur das Auftreten von Krebs und der Verlauf einer aufgetretenen Krebserkrankung positiv beeinflusst werden, auch das Risiko, an anderen Erkrankungen wie beispielsweise Herzinfarkt oder Schlaganfall zu versterben, sinkt. Dazu wird empfohlen, Ausdauersport mit einem gezielten muskulären Krafttraining zu kombinieren; bereits 2 Mal 15 Minuten pro Woche sind dabei hilfreich.

Die Gesundheitsserie „Krebs vorbeugen“

Jedes Jahr erkranken etwa 500.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs. Bei vielen dieser Menschen tritt die Krebserkrankung schicksalhaft auf; bei einigen tragen äußere, durch die Lebensführung beeinflussende Faktoren zur Entstehung der Krankheit bei. In unserer Gesundheitsserie geben wir basierend auf den Erkenntnissen einer Studie vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) Tipps, wie und mit welchen Maßnahmen das Krebsrisiko wissenschaftlich erwiesen sinken kann. Denn 37 Prozent der Neuerkrankungen werden von Faktoren verursacht, die vermeidbar sind. Das haben Wissenschaftler des DKFZ in einer Studie erstmals für 2018 ermittelt. Das Florence-Nightingale-Krankenhaus ist auf die Tumormedizin spezialisiert und behandelt Patienten mit Lungenkrebs, Darmkrebs, Hautkrebs, gynäkologischen Krebserkrankungen sowie Tumorerkrankungen der Verdauungsorgane.

Tipps im Überblick:

  • Tipp 1: Mit dem Rauchen aufhören Mehr erfahren
  • Tipp 2: Gesund essen Mehr erfahren
  • Tipp 3: Übergewicht vermeiden oder reduzieren Mehr erfahren
  • Tipp 4: Körperlich aktiv sein 
  • Tipp 5: Infektionskrankheiten vermeiden Mehr erfahren
  • Tipp 6: Maßvoller Umgang mit Alkohol