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25.06.2019

Tipps zum Sonnenschutz: Nicht nur auf hohen Lichtschutzfaktor bei Sonnencreme achten

Prof. Dr. med. Jutta Liebau empfiehlt, beim Kauf von Sonnencremes auch auf das UV-A-Siegel zu achten. (Foto: Pixabay/ chezbeate)

Düsseldorf, 25. Juni 2019. Brennende Sonne und Hitzewelle: Der richtige Sonnenschutz ist in diesen Tagen besonders wichtig, wird aber häufig vernachlässigt und die Gefahren für die Gesundheit werden oftmals unterschätzt. „Die UV-Strahlung – vor allem im Sonnenlicht oder auch beim Solarium – ist der größte Risikofaktor für Hautkrebs. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr mehr als 20.000 Menschen neu an einem malignen Melanom, der bösartigsten Form von Hautkrebs“, sagt Prof. Dr. med. Jutta Liebau, Chefärztin der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Mit einfachen Tipps erklärt die Expertin, wie man sich wirksam vor der UV-Strahlung schützen kann.

Tipp 1: Sonnenschutzmittel richtig anwenden
Sonnencremes können die Gefahr eines Sonnenbrandes mindern. Das Mittel muss zum Hauttyp passen und mehrfach am Tag in ausreichender Menge (etwa 3 bis 4 Esslöffel) auf dem Körper aufgetragen werden. Das Sonnenschutzmittel sollte über einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor verfügen, den sogenannten LSF und darüber hinaus das „UV-A-Siegel“ tragen. Der Lichtschutzfaktor bezieht sich auf die kurzwellige UV-B-Strahlung, die einen Sonnenbrand auslösen kann. Die langwellige UV-A-Strahlung dringt tief in die Haut ein, kann Gewebe zerstören und eine vorzeitige Hautalterung auslösen. Beide Strahlungsarten fördern die Entstehung von Hautkrebs.

Tipp 2: Starke Mittagssonne meiden, leichte Kleidung und Kopfbedeckung tragen
Die Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit ist besonders gefährlich, da hier die UV-Strahlung am höchsten ist. Einen guten Schutz für die Haut bietet helle, leichte Kleidung. Besonders wichtig ist eine Kopfbedeckung, die auch vor einem sogenannten Hitzekollaps schützen kann.

Tipp 3: Kurze Aufenthalte Freien genügen für Vitamin-D-Versorgung
Die UV-B-Strahlung der Sonne unterstützt die Bildung von Vitamin D in der Haut. Dieses ist für den Stoffwechsel wichtig und fördert den Aufbau und Erhalt der Knochen. Zwei bis drei Aufenthalte pro Woche für 12 Minuten im Freien reichen für die Vitamin-D-Versorgung aus. Dabei genügt es, wenn Gesicht, Hände und Arme unbedeckt sind. 

Tipp 4: Vorsorgeuntersuchungen nutzen
Ergänzend zum UV-Schutz können regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen zur Prävention oder rechtzeitigen Diagnose und Behandlung beitragen. Ab einem Alter von 35 Jahren zahlen die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre eine Früherkennungs-Untersuchung.

Mehr Informationen:

Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Behandlung von Hautkrebs