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17.11.2021

Welt-Frühgeborenen-Tag: „Frühgeborene und ihre Eltern gehören zusammen.“

Düsseldorf, 17. November 2021: Während der Schwangerschaft fiebern die werdenden Eltern der Geburt ihres Kindes entgegen. Doch nicht alle Geburten verlaufen wie geplant: Jedes zehnte Baby kommt vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt, weltweit. In Deutschland werden jährlich mehr als 60.000 Babys zu früh geboren und benötigen umgehend intensivmedizinische Betreuung. Die Klinik für Kinderheilkunde am Florence-Nightingale-Krankenhaus ist auf die Behandlung kranken Früh- und Neugeborenen spezialisiert. Jährlich werden hier mehr als 380 Frühgeborene umfassend überwacht, behandelt und medizinisch sowie pflegerisch betreut. Im vergangenen Jahr 2020 wogen 57 von ihnen bei der Geburt weniger als 1500 Gramm. Die Klinik nimmt auch Frühgeborene aus umliegenden Krankenhäusern auf.

„Um unsere kleinsten Patient:innen kindgerecht zu versorgen, sind unsere Kinderärzt:innen, Pflegenden und viele weitere hochspezialisierten Mitarbeitende rund um die Uhr im Einsatz. Im Mutter-Kind-Zentrum – einem Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe - arbeiten wir eng mit den Kolleg:innen aus der Gynäkologie und Geburtshilfe, Pränatalmedizin sowie der Kinderchirurgie zusammen“, erläutert Dr. med. Martin Berghäuser, Chefarzt der Klinik für Kinderheilkunde.

Das Perinatalzentrum Level 1 bietet Pränatalmedizin (vorgeburtliche Untersuchungen) und Geburtsmedizin, direkt nebenan – Wand an Wand – die hochmoderne und großzügige Neugeborenen-Intensivstation der Kinderklinik sowie die Klinik für Kinderchirurgie mit dem Schwerpunkt der Neugeborenen- bzw. Fehlbildungschirurgie. Da viele der zu früh geborenen Babys mehrere Monate in der Kinderklinik bleiben, legen die Mitarbeitenden ein besonderes Augenmerk auf den Aufbau einer guten Eltern-Kind-Beziehung. „Frühgeborene und ihre Eltern gehören zusammen. Das Känguruhen ist eine wichtige Methode für den Beziehungsaufbau“, erklärt Barbara Schmitt, pflegerische Abteilungsleitung der Kinderintensivstation. Neben dem Intensivbereich sowie dem Überwachungsbereich verfügt die Station auch über sog. „Mutter-Kind-Einheiten“. Diese bieten die Möglichkeit, ein Elternteil vor der Entlassung für eine intensive gemeinsame Zeit mit aufzunehmen.

Der Welt-Frühgeborenen-Tag, den die European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) erstmals 2008 ausgerufen hat, steht in diesem Jahr - angesichts der anhaltenden COVID-19-Pandemie - unter dem Motto „Zero Separation. Act now! Keep parents and babies born too soon together“ – auf Deutsch „Niemals getrennt. Lasst uns jetzt handeln, denn Frühgeborene und ihre Eltern gehören zusammen”.

Wie der Stationsalltag auf der Kinderintensivstation am Florence-Nightingale-Krankenhaus aussieht, ist im Erklärfilm zu sehen, der kurz nach Eröffnung der modernen Station gedreht wurde.

Seit einigen Jahren gibt es das Spendenkonto „Frühchenträume“. Damit konnten schon viele Annehmlichkeiten wie Lagerungskissen, Hängematten für Frühgeborene oder bequeme Stühle zum Känguruhen eingerichtet werden. Mehr Informationen zur Möglichkeit zu spenden finden Sie hier.