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20.12.2018

Kaiserswerther Grundschüler singen für Patienten der Palliativstation und Onkologischen Tagesklinik

Die Grundschüler haben mit Liedern wie „Merry Chrismas“ Freude und Fröhlichkeit zu den Patienten gebracht. (Foto: Bettina Engel-Albustin)

Düsseldorf, 20. Dezember 2018. Gestern besuchten die Mädchen und Jungen der Klasse 4c der Grundschule Kaiserswerth kurz vor Weihnachten die Onkologische Tagesklinik und die Palliativstation am Florence-Nightingale-Krankenhaus. „Singen bringt Freude. Und wenn ihr darauf achtet, seht ihr das in den Gesichtern der Patienten“, erklärte Dr. med. Andreas Winter, Oberarzt der Palliativstation, den Kindern. Jedes Jahr besuchen Grundschüler Patienten und Mitarbeitende der Stationen und setzen sich im Unterricht mit dem Thema Leben und Sterben auseinander.

„Das hat gut getan, es war eine tolle Stunde“, bedankte sich Patient Erwin Sobczak (87) bei den Viertklässlern der Grundschule Kaiserswerth. Mit Liedern wie „Merry Christmas“, „Da ist ein Licht“ und „Weihnacht ist auch für mich“ haben sie gemeinsam mit ihrer Musiklehrerin Anna Klostermann und ihrer Klassenleiterin Stefanie Zimmermann Freude und Fröhlichkeit zu den Patienten gebracht und ihnen selbst gebastelte Geschenke überreicht.

„Tagsüber sollen unsere Patienten eine schöne Zeit haben, sich auch mal freuen können“, sagte Dr. med. Andreas Winter, Oberarzt der Palliativstation, den Kindern. „Singen bringt Freude. Und wenn ihr darauf achtet, seht ihr das in den Gesichtern der Patienten“. Die fröhlichen Klänge lockten auch Patienten von den Nachbarstationen herbei, um der Musik zu lauschen und die freudige Stimmung mitzuerleben.

Im Anschluss an das Konzert beantwortete der Oberarzt die Fragen der Kinder „Wie alt ist der älteste Patient auf der Station?“. Ein Mädchen fragte: „Also stirbt sie doch nicht?“, als es hörte, dass eine junge Patientin in Kürze wieder nach Hause gehen kann. „Menschen dürfen hier sterben. Vor allem sind sie hier, um Spaß zu haben und damit es ihnen wieder besser geht. Viele von ihnen gehen auch wieder nach Hause“, erklärte Dr. Winter.

Im Unterricht hatten sich die Kinder auf den Besuch im Florence-Nightingale-Krankenhaus vorbereitet. Dazu gehörte nicht nur das Erlernen der Lieder, sondern auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Leben und Sterben. „Die Berührung mit Tod und Sterben ist angstbesetzt, dabei gehört das Sterben genauso zum Leben dazu wie die Geburt. Kinder gehen mit dem Thema noch recht unbefangen um“, erläutert Christiane Immer, Palliativschwester und Palliativkoordinatorin der Station.

Auf der Palliativstation der Kaiserswerther Diakonie werden Menschen mit einer weit fortgeschrittenen, nicht heilbaren und lebensverkürzenden Krankheit betreut. Mehr Informationen zur Palliativstation.

Wer die Arbeit der Palliativstation unterstützen möchte, kann sich an die Station wenden oder über die Förderstiftung der Kaiserswerther Diakonie.