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19.10.2018

Lungenkrebszentrum für Forschung ausgezeichnet: Neue Erkenntnisse zur operativen Behandlung von Lungenkrebs

Prof. Dr. med. Stefan Krüger, Chefarzt der Klinik für Pneumologie und PD Dr. med. Corinna Ludwig, Chefärztin der Klinik für Thoraxchirurgie sind Spezialisten am Lungenkrebszentrum in Kaiserswerth. (Foto: Frank Elschner)

Düsseldorf, 19. Oktober 2018. Spezialisten des Lungenkrebszentrums Düsseldorf-Kaiserswerth am Florence-Nightingale-Krankenhaus haben auf der 27. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) in Mannheim im September ihre jüngsten Forschungsergebnisse vorgestellt und sind dafür prämiert worden. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung zeigen, dass ein hohes Patientenalter kein Ausschlusskriterium für die operative Behandlung von Lungenkrebs darstellt.

Die neuen Erkenntnisse gewann Dr. med. Klaus-Marius Bastian, Assistenzarzt in Weiterbildung zum Thoraxchirugen am Florence-Nightingale-Krankenhaus, im Rahmen seiner Forschungsarbeit zum Thema „Thoraxchirurgische Resektion beim alten Menschen; bedingt der demografische Wandel ein Umdenken?“. Dafür hat der Mediziner auf Basis des Deutschen Thoraxregisters verschiedene statistische Daten zum Thema Lungenkrebs ausgewertet und die behandelten Patienten in drei Altersgruppen von unter 65 Jahren, 65 bis 75 Jahren sowie 75 Jahre und älter eingeteilt.

„Wir haben herausgefunden, dass Patienten ab 75 Jahren nach einer Operation deutlich seltener an einer Lungenentzündung erkranken als die 65- bis 75-Jährigen, und zwar 12,9 Prozent im Vergleich zu 19,2 Prozent“, erklärt Dr. med. Bastian. Zudem ergänzt er: „Werden die Patienten minimalinvasiv behandelt, wie in Lungenkrebszentren üblich, ist die Sterblichkeit mit 1,3 Prozent geringer als bei den anderen beiden Vergleichsgruppen (1,9 Prozent bzw. 1,7 Prozent).“ Deutschlandweit liegt die Sterberate in der Altersgruppe ab 75 Jahren dagegen bei 3 Prozent, wenn man die Patienten hinzunimmt, die auch in nicht zertifizierten Krankenhäusern behandelt wurden.

PD Dr. med. Corinna Ludwig, Chefärztin der Klinik für Thoraxchirurgie, resümiert: „Die jüngsten Forschungsergebnisse zeigen, dass kein Patient mit der Diagnose Lungenkarzinom nur aufgrund seines Alters von einer operativen Behandlung Abstand nehmen sollte. Ganz im Gegenteil: Auch ältere Patient haben gute Chancen, erfolgreich behandelt zu werden.“ Entscheidend ist allerdings die Wahl der Klinik. Für die Behandlung sollten Lungenkrebspatienten ein von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Zentrum wählen, rät die Expertin.

Lungenkrebszentrum Düsseldorf-Kaiserswerth:

Das Florence-Nightingale-Krankenhaus ist seit April 2017 als Lungenkrebszentrum ausgezeichnet und wurde zudem als erstes Lungenkrebszentrum im Raum Düsseldorf  von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert. Jährlich behandeln die Spezialisten hier rund 250 neue Patienten. Um Patienten mit der Diagnose Lungenkarzinom in jeder Phase der Erkrankung bestmöglich medizinisch zu versorgen, zu betreuen und zu unterstützen, arbeiten im Lungenkrebszentrum die Experten der Fachkliniken Pneumologie, Onkologie und Thoraxchirurgie eng zusammen. Für Diagnostik und Behandlung nutzen sie die modernste Generation an Medizintechnik sowie neueste Therapieverfahren.

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