Darmmodell

Informationen zur Darmkrebstherapie Fakten und Hintergrunderläuterungen zum Thema

Gibt es leichte und schwere Krebserkrankungen?

Darmkrebs entwickelt sich in mehreren Stadien. Welches Stadium erreicht ist, hängt von der Ausprägung folgender Hauptmerkmale ab:

  • Ausdehnung des Tumors
  • Zahl der befallenen Lymphknoten
  • Metastasen in anderen Organen

Stadium 0

In den Polypen (Geschwulsten) sind einzelne Tumorzellen zu finden. Bei der Spiegelung kann die Wucherung komplett entfernt und damit der Krebs verhindert werden.

Stadium I

Der Tumor ist in die Schleimhautschicht oder die Muskelschicht eingedrungen. Er hat sich aber noch nicht verbreitet. Eine Operation kann in aller Regel den Krebs heilen.

Stadium II

Der Krebs hat die äußere Schicht der Darmwand durchbrochen oder hat sich auf umliegende Organe ausgeweitet. Dabei gibt es noch keine Metastasen und die Lymphknoten sind ebenfalls nicht befallen. Eine Operation verspricht sehr gute Heilungschancen. Nur in wenigen Fällen ist eine unterstützende Chemotherapie ratsam.

Stadium III

Der Tumor hat die regionären Lymphknoten befallen. Metastasen werden bei genauerer Untersuchung nicht gefunden. Nach der Operation erhalten die Patient:innen eine unterstützende Chemotherapie.

Stadium IV

Der Krebs hat Metastasen gestreut. Mit neuen Methoden der palliativen Chemotherapie kann die durchschnittliche Überlebenszeit verlängert werden. Manchmal sind sogar kurative (heilende) Therapieansätze möglich.

Was ist Darmkrebs?

Der Begriff „Darmkrebs“ bezeichnet Krebserkrankungen des Dickdarms und des Mastdarms. Ein vom Dickdarm (Kolon) ausgehender Krebs wird als Kolonkarzinom bezeichnet, ein im Rektum (Mastdarm oder Enddarm) beginnender Krebs als Rektumkarzinom. Beide Erkrankungen können auch als Kolorektalkarzinom bezeichnet werden.

Dickdarm- und Mastdarmkrebs unterscheiden sich in ihrer Entstehung und Behandlung. Krebs im Dünndarm oder in der Afterregion (Analkarzinom) ist dagegen selten.

Die Vorläufer von Darmkrebs sind in vielen Fällen Darmpolypen. Dabei handelt es sich zunächst um gutartige Geschwulste im Dickdarm, die sich zu bösartigen Tumoren entwickeln können.

Welche Therapieoptionen gibt es bei Darmkrebs?

Die Therapiemöglichkeiten in der Behandlung von Darmkrebs sind sehr vielfältig. Sie umfassen operative Maßnahmen, die Chemotherapie, Strahlentherapie, Hormontherapie oder Immuntherapie. Häufig werden auch unterschiedliche Behandlungsarten kombiniert. Die jeweilige Behandlung hängt maßgeblich von dem Stadium der Erkrankung ab. Unsere Ärztinnen und Ärzte besprechen mit Ihnen den individuell auf Sie abgestimmten, zielgerichteten Behandlungsplan.

Was ist eine Tumorkonferenz?

Eine Tumorkonferenz dient dazu, eine Krebserkrankung aus möglichst verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Alle Befunde werden von den verschiedenen Expertinnen und Experten genau beurteilt und diskutiert. Die gemeinsam erarbeitete Therapieempfehlung ist dadurch medizinisch sorgfältig geprüft und berücksichtigt die modernen Forschungsergebnisse wie Studienmedikationen.

 

Hier erfahren Sie mehr über unser Vorgehen in der Darmkrebsbehandlung.