Komplementäre Therapien Ergotherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie und Physiotherapie sind feste Bestandteile unseres therapeutischen Angebotes

Kunst-, Musik- und Ergotherapie ermöglichen es, Gedanken und Gefühle kreativ auszudrücken, und können so bei der Verarbeitung der Krankheit hilfreich stärken.

Als komplementäre Therapien eröffnen sie zusätzliche und unterstützende Dimensionen im Umgang mit der Situation und dienen dem Wohlbefinden.

Ute Zaruba-Simmonds, Künstlerische Begleitung

Jede Gestaltung enthält auch immer ein Geheimnis, etwas, das wir mit unserem Verstand nicht erkennen – so wie es auch bei jeder Begegnung mit einem Menschen ist.“

Ute Zaruba-Simmonds, Künstlerische Begleitung

Ein neuer Raum entsteht

Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringen

Die Kunsttherapie begibt sich mit den Patientinnen und Patienten auf die Suche nach tiefer liegenden Gedanken und Gefühlen.

Das freie Gestalten mit unterschiedlichen Materialien, wie Farben oder Ton, bietet die Möglichkeit, sich auszudrücken und Gedanken sichtbar zu machen.

Die Therapie orientiert sich dabei an persönlichen Erlebnissen und Interessen der Patientinnen und Patienten sowie an der Realität der Krankheit.

Kunsttherapie ist ein wichtiger Bestandteil in der Begleitung von Palliativpatient:innen und ihrer Angehörigen

Durch die Therapie wird ein neuer Raum für die innere und äußere Realität geschaffen – ein Raum für Ungesagtes, Ungeklärtes, Gefühle, Sehnsüchte. Dazu gehört das gemeinsame Aushalten der Situation, das Teilen von Lachen und Traurigsein.

Wertschätzung und Empathie sind wichtig, um alles, was sichtbar und spürbar wird, zu würdigen.

Auch Angehörige können an der Kunsttherapie teilhaben.

Gemeinsam mit dem Patienten, der Patientin können sie Bilder gestalten oder auf Bilder reagieren.

Auf schöpferische Art und Weise

Ziele der Kunsttherapie in der Palliativpflege sind

  • die Unterstützung bei der Verarbeitung der Krankheit,
  • die Lösung von Blockaden
  • und Unterstützung bei der Klärung von Lebensfragen in der besonderen Lebensphase – auf schöpferische Art und Weise.

Palliative Therapie mit Musik

Der Einsatz von Musiktherapie im palliativen Bereich reicht von der vibrotaktilen Stimulation bis zur psychotherapeutischen Biografiearbeit (Lebens- und Glaubenslieder) oder bietet Klänge zur Entspannung an (Oceandrum). Bei der vibrotaktilen Stimulation werden schwingende Instrumente (wie Klangschalen oder ein Monochord) sowie die Stimme als Klang- und Resonanzkörper eingesetzt.

Die Musiktherapie richtet sich nach den Wünschen der Patienten und Patientinnen und ihrem aktuellen Bedürfnis. Das gemeinsame Singen oder Musizieren bietet Integration, dient der verbesserten Belüftung der Atemwege, regt die Erinnerung an und schafft Momente von Gemeinschaft und Leichtigkeit, ohne die aktuelle Situation zu verdrängen.

Ergotherapie zur Schmerzlinderung

In der Ergotherapie werden die individuellen Ressourcen der Patientinnen und Patienten aufgegriffen.

Um bei bettlägerigen Patientinnen und Patienten Schmerzen zu lindern, Dekubiti (Wundliegen) und Ödeme zu vermeiden, sie zu aktivieren oder die Spannung der Muskeln zu senken, werden die Gelenkmobilisation, verschiedene Lagerungen sowie basale Stimulation eingesetzt.

Angehörige werden zum Beispiel in den Themen Transfer und Lagerung geschult. Zudem erhalten sie Empfehlungen für Therapiematerial im eigenen Zuhause.

Bei Verdacht auf Demenz erfolgen Testungen der Kognition und im Bedarfsfall entsprechende Behandlungen.

Das könnte Sie auch interessieren