Kunst-, Musik- und Ergotherapie ermöglichen es, Gedanken und Gefühle kreativ auszudrücken, und können so bei der Verarbeitung der Krankheit hilfreich stärken.
Als komplementäre Therapien eröffnen sie zusätzliche und unterstützende Dimensionen im Umgang mit der Situation und dienen dem Wohlbefinden.
Jede Gestaltung enthält auch immer ein Geheimnis, etwas, das wir mit unserem Verstand nicht erkennen – so wie es auch bei jeder Begegnung mit einem Menschen ist.“
Der Einsatz von Musiktherapie im palliativen Bereich reicht von der vibrotaktilen Stimulation bis zur psychotherapeutischen Biografiearbeit (Lebens- und Glaubenslieder) oder bietet Klänge zur Entspannung an (Oceandrum). Bei der vibrotaktilen Stimulation werden schwingende Instrumente (wie Klangschalen oder ein Monochord) sowie die Stimme als Klang- und Resonanzkörper eingesetzt.
Die Musiktherapie richtet sich nach den Wünschen der Patienten und Patientinnen und ihrem aktuellen Bedürfnis. Das gemeinsame Singen oder Musizieren bietet Integration, dient der verbesserten Belüftung der Atemwege, regt die Erinnerung an und schafft Momente von Gemeinschaft und Leichtigkeit, ohne die aktuelle Situation zu verdrängen.
In der Ergotherapie werden die individuellen Ressourcen der Patientinnen und Patienten aufgegriffen.
Um bei bettlägerigen Patientinnen und Patienten Schmerzen zu lindern, Dekubiti (Wundliegen) und Ödeme zu vermeiden, sie zu aktivieren oder die Spannung der Muskeln zu senken, werden die Gelenkmobilisation, verschiedene Lagerungen sowie basale Stimulation eingesetzt.
Angehörige werden zum Beispiel in den Themen Transfer und Lagerung geschult. Zudem erhalten sie Empfehlungen für Therapiematerial im eigenen Zuhause.
Bei Verdacht auf Demenz erfolgen Testungen der Kognition und im Bedarfsfall entsprechende Behandlungen.