Zum Tod von TV-Star James van der Beek: WDR-Beitrag zeigt Möglichkeiten der Darmkrebsvorsorge
Diese Woche ist der „Dawson`s Creek“-Star James van der Beek mit 48 Jahren an Darmkrebs gestorben. Vor zwei Jahren hat der Vater von sechs Kindern seine Diagnose, von der er aufgrund seiner Fitness und gesunden Lebensweise selbst schockiert war, öffentlich gemacht. Seither ermutigte er neben der kräftezehrenden Therapie andere Menschen, die Vorsorge ernst zu nehmen.
Der WDR hat seinen Tod zum Anlass genommen, das Schicksal des früheren Teeniestars zu erzählen. Das Redaktionsteam stellte die Frage, warum die Vorsorge-Koloskopie in Deutschland erst ab 50 Jahren angeboten wird, obwohl zunehmend junge Menschen an Darmkrebs erkranken.
Zur Beantwortung der Frage ist ein Drehteam ins Florence-Nightingale-Krankenhaus gekommen. Es hat Prof. Dr. med. Christian Möbius interviewt.
- Wie alt sind die Menschen im Durchschnitt, wenn bei ihnen Darmkrebs diagnostiziert wird?
- Wie ist die Prognose für die Menschen, bei denen die Erkrankung erkannt wird?
- Wie viele Menschen nutzen in Deutschland die Vorsorgeuntersuchung?
- Warum nutzen mehr Frauen diese Möglichkeit und Männer eher seltener?
Im Anschluss an das Interview erzählt eine Patientin, wie froh sie ist, dass der bösartige Tumor bei ihr dank Test-Kit der Krankenkasse frühzeitig erkannt wurde. „Das hat mir das Leben geschenkt. Der Krebs wäre weiter gewachsen und ich hätte es nicht gemerkt.“ Mit dem Ergebnis des per App bestellten Stuhltests, den jede:r zu Hause schnell und einfach zu Hause durchführen kann, ist sie zum Hausarzt.
Dieser veranlasste kurzfristig die weiteren Untersuchungen und Behandlungen, die in Deutschland von den Krankenkassen übernommen werden – im Gegensatz zu den USA, wo James van der Beek sogar Requisiten der Kultserie Dawson’s Creek versteigerte, um seine Therapie zu bezahlen.
Der Beitrag ist in der WDR-Mediathek zu finden: ardmediathek.de/video/aktuelle…WEyMmQ1MGE2ZDhj
Die Anmoderation beginnt in Minute 0:57. Das Schicksal von Teeniestar James van der Beek und das Interview mit Prof. Möbius und Patientin Gerda Kraemer wird ab Minute 15:00 gezeigt.