Wir sind spezialisiert auf die Betreuung sehr kleiner und extrem unreifer Frühgeborener ab der 22. Schwangerschaftswoche, auf die Betreuung von Mehrlingen sowie auf die Versorgung von Neugeborenen mit angeborenen Fehlbildungen.
Die neonatologische Intensivstation ist Teil unseres anerkannten Perinatalzentrums Level 1 mit der höchsten Versorgungsstufe für erkrankte Früh- und Neugeborene.
Die Neugeborenen-Intensivstation ist direkt mit dem Kreißsaal sowie der Wöchnerinnenstation verbunden. In maximal 30 Sekunden sind die Kinderärztinnen und Kinderärzte vor Ort. Dank der kurzen Wege können auch kritisch kranke Kinder transportfrei versorgt werden. Auch bei unvorhergesehenen Problemen sind eine schnelle Versorgung und höchste Sicherheit gewährleistet.
Zu unserem Team gehören Spezialistinnen und Spezialisten der Pädiatrie, der Intensiv- und Kinderkrankenpflege sowie Physiotherapie, die sich intensiv um die Kinder kümmern. Zusätzlich betreuen und beraten wir die Familien in der schwierigen Zeit und bieten ihnen psychologische Begleitung an.
Nach der intensivmedizinischen Stabilisierungsphase werden die Früh- und Neugeborenen in den Intermediate-Care-Bereich der Station verlegt. Hier stehen neben der Fortsetzung der Therapiemaßnahmen für das Kind insbesondere die Anleitung und Unterstützung der Eltern bei der Pflege sowie die Entlassungsvorbereitung im Mittelpunkt.
Wir arbeiten nach dem Konzept der entwicklungsfördernden Versorgung und der familienzentrierten Betreuung. Unser Ziel ist es, die intuitiv vorhandenen elterlichen Kompetenzen zu stärken, eine sichere Eltern-Kind-Bindung aufzubauen, die Familie emotional zu entlasten und Hilfsangebote für die Familie zu koordinieren. Um die Entlassung gut vorzubereiten, kann ein Elternteil mit aufgenommen werden.
Unser Entlassungsmanagement bereitet die Familien frühzeitig und umfassend auf die Versorgung der Kinder zu Hause vor. Die weiter betreuenden niedergelassenen Kinderärzte und Kinderärztinnen sowie weitere Betreuungsfachkräfte werden bereits vor der Entlassung informiert und vernetzt. Bei Bedarf erfolgt die weitere Betreuung auch über das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) unserer Kinderklinik.
Muttermilch enthält eine optimale und einzigartige Nährstoffzusammensetzung, insbesondere der unreife Darm von kleinen Frühgeborenen profitiert von den wertvollen Nähr- und Abwehrstoffen in der Muttermilch. Die Ernährung Frühgeborener mit Muttermilch, vom Tag der Geburt an, kann das Risiko für schwerwiegende Darminfektionen und andere Komplikationen deutlich senken. Wenn anfangs die Milch der eigenen Mutter noch nicht ausreichend zur Verfügung steht, wird gespendete Muttermilch aus der Humanmilchbank als beste Alternative zur Ernährung von Frühgeborenen und kranken Reifgeborenen empfohlen. Mit der Humanmilchbank am Florence-Nightingale-Krankenhaus tragen wir dazu bei, Frühgeborene und kranke Neugeborene von Beginn ihres Lebens an bestmöglich zu ernähren.
Überschüssige Muttermilch für andere Kinder können im Florence-Nightingale-Krankenhaus ausschließlich Mütter spenden, deren eigenes Kind stationär behandelt wird. Alle Spenderinnen sind gesundheitlich untersucht und getestet und dürfen erst dann Humanmilch spenden. Die gespendete Milch wird regelmäßig im Labor untersucht und grundsätzlich wärmebehandelt (pasteurisiert) bevor sie, nach Einverständnis der Eltern, zur Ernährung von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen eingesetzt wird.