Bruststraffung (Mastopexie)
Wann kann eine Bruststraffung (Mastopexie) angezeigt sein?
Die Form der weiblichen Brust verändert sich im Laufe der Jahre. Auch Schwangerschaften oder starke Gewichtsschwankungen können ihr Aussehen beeinflussen. Davon betroffene Frauen wünschen sich oftmals eine jugendliche, feste und wohlgeformte Brust.
Aber nicht nur ästhetische Gründe können für eine Bruststraffung sprechen. Vor allem nach einer starken Gewichtsabnahme kommt es zu vergrößerten Hautauflageflächen in den Brustunterfalten, die anfällig für wiederkehrende Entzündungen sind. Dies kann nicht nur körperliche Beschwerden, sondern auch psychische Probleme verursachen.
Wie läuft die Behandlung bei einer Bruststraffung ab?
Nachdem wir Sie zum ersten Mal ambulant untersucht haben und der Befund vorliegt, besprechen wir mit Ihnen das OP-Verfahren und klären Sie über mögliche Risiken auf.
Ist die Bruststraffung aus medizinischen Gründen erforderlich (wegen funktioneller Beeinträchtigungen), wird ein Antrag auf Kostenübernahme durch die zuständige Krankenkasse ausgestellt. Wenn Ihre Krankenkasse Ihren Antrag genehmigt hat, können wir mit Ihnen einen Operationstermin vereinbaren.
Ist die Bruststraffung rein ästhetisch begründet, erhalten Sie von uns einen Kostenvoranschlag. Wenn Sie diesem zustimmen, können Sie mit uns – gern auch telefonisch – einen Behandlungstermin vereinbaren.
Am Vortag der Operation sprechen wir mit Ihnen noch einmal über den Ablauf der Operation und die Narkose. Anschließend erfolgt eine Blutentnahme. Stationär aufgenommen werden Sie am nächsten Tag. Sie müssen nur wenige Tage in der Klinik bleiben.
Nach der Operation tragen Sie sechs Wochen lang einen Sport-BH, um die Brust zu unterstützen und die Narben zu entlasten. Damit die Narben schön verheilen, sollten Sie in den ersten Wochen auf Sport und ausladende Armbewegungen verzichten. Darüber hinaus sollten Sie die Narben ein- bis zweimal täglich mit einer fettenden Salbe massieren.
Das Ergebnis der Operation lässt sich meist nach drei bis sechs Monaten endgültig beurteilen. Die Ausreifung der Narben kann bis zu einem Jahr dauern.
Was geschieht bei der Operation zur Bruststraffung?
Bei der Bruststraffung wird der Hautmantel gestrafft und die Brustdrüse wird neu geformt und positioniert. Die meist zu tief sitzende Brustwarze mit ihrem Vorhof passen wir in Größe und Position der neuen Brust an. Unsere modernen Operationsmethoden tragen dazu bei, dass das Gefühl in den Brustwarzen und die Stillfähigkeit in der Regel erhalten bleiben.
Abhängig von Größe und Beschaffenheit der Brust kommen unterschiedliche Operationsverfahren in Betracht – individuell dem jeweiligen Befund angepasst. Die Operation dauert etwa zwei Stunden unter Vollnarkose.
Die während der Operation eingelegten Drainagen entfernen wir meist nach zwei bis drei Tagen. Danach können Sie sofort wieder duschen, weil wir die Wunden mit einem Folienverband schützen. Die verwendeten Fäden sind selbstauflösend.
Was ist das T-Schnitt-Verfahren zur Bruststraffung?
Das „T-Schnitt-Verfahren“ wenden wir bei ausgeprägten Befunden an. Die entstehende Narbe ähnelt einem Anker oder einem auf dem Kopf stehenden „T“. Die Narbe in der Brustumschlagsfalte wird durch die darüber sitzende Brust gut versteckt. Die Narbe am unteren Brustpol und um den Brustwarzenhof herum fällt normalerweise nicht auf. Das T-Verfahren ist erste Wahl, wenn der Hautmantel sehr erschlafft ist. Einen Teil des entnommenen Gewebes verwenden wir, um einen sogenannten „inneren BH“ zu formen. Dadurch erhält die Brust auch im oberen Brustpol auf lange Zeit jugendliche Fülle.
Wann ist eine Bruststraffung per i-Reduktion möglich?
Bei der „i-Reduktion“ entsteht um den Brustwarzenhof herum eine Narbe, die als Strich hinunter auf die untere Mitte der Brust führt. Die Narbe erinnert an ein „i“. Die beim „T-Verfahren“ in der Brustumschlagsfalte übliche Narbe entsteht erst gar nicht. Aber nicht jede Patientin kommt für die i-Straffung infrage. Voraussetzung ist eine nicht zu große Brust mit mittelgradig ausgeprägter Erschlaffung.
Wann kann eine Bruststraffung als periareoläre Straffung erfolgen?
Eine periareoläre Bruststraffung ist bei einer Brust mit geringfügig ausgeprägter Erschlaffung möglich. Sie hinterlässt noch weniger Spuren als die i-Reduktion, denn oft entsteht bei der periareolären Straffung nur eine um den Brustwarzenvorhof liegende Narbe. Auch hier können wir die Brustdrüse innerlich neu formen, neu positionieren und – wenn auch in begrenztem Ausmaß – Hautüberschuss straffen.