Körperlift (Bodylift)
Wann kann ein Bodylift angezeigt sein?
Eine massive Gewichtsabnahme kann am ganzen Körper zu Hautüberschüssen führen. Meist sind davon der Bauch, die Oberschenkelinnenseiten, die Brust, die Oberarme und das Gesäß betroffen. Viele Betroffene leiden unter funktionellen Beeinträchtigungen.
Das Ausmaß der Hautüberschüsse ist individuell sehr unterschiedlich. Deshalb müssen wir für jede einzelne Patientin und jeden einzelnen Patienten immer individuelle Lösungen und Behandlungsstrategien entwickeln. Die Straffungsoperationen selbst können wir unterschiedlich miteinander kombinieren. Meist ist jedoch mehr als ein stationärer Aufenthalt nötig, um alle störenden Hautüberschüsse zu beseitigen.
Wie läuft die Behandlung bei einem Bodylift ab?
Nachdem wir Sie zum ersten Mal ambulant untersucht haben und der Befund vorliegt, besprechen wir mit Ihnen das OP-Verfahren und klären Sie über mögliche Risiken auf.
Ist der Bodylift aus medizinischen Gründen erforderlich (wegen funktioneller Beeinträchtigungen), wird bei Ihrer Krankenkasse ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt. Wenn Ihre Krankenkasse Ihren Antrag genehmigt hat, können wir einen Operationstermin vereinbaren.
Ist der Bodylift rein ästhetisch begründet, erhalten Sie einen Kostenvoranschlag von uns. Wenn Sie diesem zustimmen, können Sie mit uns – gern auch telefonisch – einen Behandlungstermin vereinbaren.
Am Tag vor der Operation führen wir mit Ihnen ein Vorgespräch. Wir erläutern noch einmal den Ablauf der Operation und die Art der Narkose. Anschließend erfolgt eine Blutentnahme. Stationär aufgenommen werden Sie am nächsten Tag. Sie müssen ein bis zwei Wochen in der Klinik bleiben.
Haben wir Drainagen angelegt, können wir sie meist nach einem Tag wieder entfernen. Nach der Operation tragen Sie für sechs Wochen ein angepasstes Mieder, um die gestrafften Areale zu unterstützen und die Narben zu entlasten. Damit die Narben schön verheilen, sollten Sie in dieser Zeit auf Sport und körperliche Belastungen verzichten. Außerdem sollten Sie die Narben ein- bis zweimal täglich mit einer fettenden Salbe massieren.
Das Ergebnis der Operation lässt sich meist nach drei bis sechs Monaten endgültig beurteilen. Die Ausreifung der Narben kann bis zu einem Jahr dauern. Meist kann nach drei Monaten der nächste operative Schritt geplant werden.
Was geschieht bei eine Bodylift-Operation?
Prinzipiell unterscheiden wir zwischen einem oberen und einem unteren Bodylift:
Beim oberen Bodylift geht es um die Bruststraffung. Ob noch eine Straffung der oberen Thoraxwand, des Rückens oder der Arme hinzukommt, ist vom individuellen Befund abhängig.
Der unterer Bodylift umfasst meist die Bauchdeckenstraffung sowie die Straffung der Flanken, der äußeren Oberschenkelhaut und des Gesäßes. Ob auch eine innere Oberschenkelstraffung hinzukommt, hängt vom Ausgangsbefund ab.
Wenn man unterschiedliche Straffungsoperationen kombiniert, ergeben sich insgesamt sehr große Wundflächen. Deshalb können nicht beliebig viele Areale auf einmal behandelt werden. Das wäre den Patientinnen und Patienten nicht zumutbar. Wir müssen immer auch die Gesamtbelastung durch die Operation und die anschließende Heil- und Erholungsphase berücksichtigen.