Professor Dr. med. Jutta Liebau mit einer Patientin

Lidstraffung (Oberlidplastik und Unterlidplastik)

Wann kann eine Lidstraffung (Oberlidplastik und Unterlidplastik) angezeigt sein?

Die Haut um die Augen herum ist besonders dünn und zart. Sie altert schneller und reagiert empfindlicher auf schädigende Umwelteinflüsse als andere Hautpartien. Mit der Zeit entstehen Schlupflider und Tränensäcke, Augenlider und Bindegewebe erschlaffen. Eine Lidstraffung kann angezeigt sein. Besonders stark ausgeprägte Schlupflider schränken sogar das Sichtfeld ein.

Wie ist der Behandlungsablauf bei einer Lidstraffung?

Nachdem wir Sie zum ersten Mal ambulant untersucht haben und der Befund vorliegt, besprechen wir mit Ihnen das OP-Verfahren und klären Sie über mögliche Risiken auf.                                

Ist die Oberlidstraffung aus medizinischen Gründen erforderlich (wegen funktioneller Beeinträchtigungen), wird ein Antrag auf Kostenübernahme durch die zuständige Krankenkasse ausgestellt. Dazu benötigen Sie ein augenärztliches Attest. Wenn Ihre Krankenkasse Ihren Antrag genehmigt hat, können wir mit Ihnen einen Operationstermin vereinbaren.

Ist die Oberlidstraffung rein ästhetisch begründet, erhalten Sie einen Kostenvoranschlag. Wenn Sie diesem zustimmen, können Sie mit uns – gern auch telefonisch – einen Behandlungstermin vereinbaren.

Wir können die Operation ambulant oder stationär durchführen. Auch die Narkoseform ist wählbar. Die Operation kann mit örtlicher Betäubung (möglicherweise mit Dämmerschlaf) oder in Vollnarkose erfolgen.

Die ersten Tage nach der Operation sollten Sie sich körperlich schonen, den Kopf hochlagern und die Augenpartie kühlen. Die Fäden werden eine Woche nach der Operation entfernt. Blutergüsse und Schwellungen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein, gehen aber schnell zurück. Sie können sie unmittelbar überschminken.

Nach drei Monaten und nach einem Jahr bitten wir unsere Patient:innen nochmals zur Verlaufskontrolle.

Was geschieht bei der Operation zur Lidstraffung?

Bei Ober- und Unterlid-Straffungen werden die Patient:innen in der Regel örtlich betäubt, kombiniert mit einem Dämmerschlaf. Auf Wunsch ist auch eine Vollnarkose möglich. Ob der Eingriff ambulant oder stationär erfolgen sollte, klären wir im Vorgespräch mit Ihnen.

Bei der Oberlidplastik werden überschüssige Haut, erschlaffte Muskulatur und Fettpölsterchen an den Oberlidern entfernt. Die Narbe, die dabei entsteht, liegt in der natürlichen Lidfalte des Oberlides – und ist somit nahezu unsichtbar.

Bei der Unterlid-Straffung setzen wir den Schnitt unterhalb der Wimpernreihe des Unterlides, nach außen in die Lachfältchen auslaufend. Das vorgewölbte Fett der Tränensäcke wird innerlich umverteilt. Dadurch erzielen wir einen harmonischen Übergang zum Mittelgesicht. Um den Straffungseffekt zu sichern, erfolgt eine innere muskuläre Zügelung des Unterlides. Dies festigt die Position der Lidkante zusätzlich.

Nach der Operation legen wir einen stützenden hautfarbenen Klebeverband an. Er muss nur wenige Tage getragen werden.