Professor Dr. med. Jutta Liebau mit einer Patientin

Nasenkorrektur (Rhinoplastik)

Wann kann eine Nasenkorrektur (Rhinoplastik) angezeigt sein?

Für die Wirkung des menschlichen Gesichts sind Form und Größe der Nase von zentraler Bedeutung. Ob angeboren oder nach einem Unfall deformiert: Viele empfinden eine verformte oder im Verhältnis zum übrigen Gesicht unproportionierte Nase als störend. Doch häufig geht es nicht nur um Schönheitsideale. Oft kommen funktionelle Beeinträchtigungen der Nasenatmung hinzu. Sie sollten bei einer Operation stets mitkorrigiert werden.

Wie ist der Behandlungsablauf bei einer Nasenkorrektur?

Nachdem wir Sie zum ersten Mal ambulant untersucht haben und der Befund vorliegt, besprechen wir mit Ihnen das OP-Verfahren und klären Sie über mögliche Risiken auf. Eine realistische Erwartungshaltung ist Grundvoraussetzung für ein zufriedenstellendes Operationsergebnis.

Ist die Nasenkorrektur aus medizinischen Gründen erforderlich (wegen funktioneller Beeinträchtigungen), wird ein Antrag auf Kostenübernahme durch die zuständige Krankenkasse ausgestellt. Möglicherweise sind hier Zusatzuntersuchungen durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt gefordert. Wenn Ihre Krankenkasse Ihren Antrag genehmigt hat, können wir mit Ihnen einen Operationstermin vereinbaren.

Ist die Nasenkorrektur rein ästhetisch begründet, erhalten Sie einen Kostenvoranschlag. Wenn Sie diesem zustimmen, können Sie mit uns – gern auch telefonisch – einen Behandlungstermin vereinbaren.

Am Tag vor der Operation führen wir mit Ihnen ein Vorgespräch. Wir erläutern noch einmal den Ablauf der Operation und die Art der Narkose. Anschließend erfolgt eine Blutentnahme. Stationär aufgenommen werden Sie am nächsten Tag. Sie müssen nur wenige Tage in der Klinik bleiben.

In den ersten Wochen sollten Sie auf Sport verzichten und Ihre Nase mit Vorsicht behandeln. Zudem sollten Sie die Narben mit einer fettenden Salbe massieren. Das Ergebnis der Operation kann meist nach drei bis sechs Monaten endgültig beurteilt werden. Die Ausreifung der Narben dauert bis zu einem Jahr.

Was geschieht bei der Operation zur Nasenkorrektur?

Ziel einer plastischen Nasenkorrektur ist es, Form und Größe der Nase zu verfeinern und ihre Proportionen den übrigen Gesichtszügen harmonisch anzupassen. Meistens ist ein zu hoher Nasenrücken oder ein Nasenhöcker abzutragen, die Nasenspitze zu verkleinern und anzuheben, das Knochengerüst zu verschmälern, die Nasenscheidewand zu begradigen, oder es sind die Nasenflügel zu verfeinern. In Einzelfällen müssen wir zusätzliches Gewebe wie Knorpel oder Knochen transplantieren.

Die Schnitte setzen wir im Inneren der Nase an. Gelegentlich ist eine kleine zusätzliche Inzision (ein Einschnitt) am Nasensteg notwendig. Nur so können wir die feinen Knorpelstrukturen als sogenannte „offene Rhinoplastik“ unter direkter Sicht präparieren. Dafür verwenden wir feinste, speziell für Knorpel, Knochen und Schleimhäute der Nase entwickelte Instrumente.

Sind alle formenden Maßnahmen am Nasengerüst abgeschlossen, wird die Haut wieder an die Nase anmodelliert, und die Schleimhäute werden exakt mit selbstauflösenden Fäden vernäht. Zum Abschluss passen wir einen Schienenverband an und versehen das Naseninnere mit einer Tamponade.

Die Nasentamponaden können nach drei bis fünf Tagen nach der Operation entfernt werden. Die Nasenschiene kann nach insgesamt zehn Tagen entfernt werden. Sie wird in der Regel nach fünf Tagen einmal gewechselt.