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Laryngotracheale Resektion/Tracheachirurgie

Was verbirgt sich hinter der Diagnose?

Die Luftröhre (Trachea) verbindet den Kehlkopf mit den Bronchien der Lungen. Sie besteht aus Knorpelspangen, die am Hals gut selbst ertastet werden können. Engstellen (Stenosen) im Bereich der Trachea selbst sowie am Übergang des Kehlkopfes zur Luftröhre können spontan (idiopathische Trachealstenose) entstehen, durch Entzündungen, durch eine idiopathische Vaskulitis oder – sehr häufig – nach Luftröhrenschnitten. Eine Engstelle behindert die Atmung beträchtlich, was an einem scharfen Atemgeräusch hörbar ist. Jeder Atemzug ist beschwerlich und die Belastbarkeit sinkt enorm. Häufig führt eine solche Engstelle in der Luftröhre (Trachealstenose) zu langjährigen Beschwerden.

Wie läuft die Behandlung ab?

Zuerst muss das Ausmaß der Verengung mittels einer Lungenspiegelung (Bronchoskopie) festgestellt werden. Diese wird von einer spezialisierten Trachealchirurgin oder einem spezialisierten Trachealchirurgen vorgenommen. Dabei werden Höhe, Länge und Art der Verengung definiert. Zudem wird eine Computertomografie durchgeführt. Bei hochgradigen Stenosen kann zur kurzfristigen Entlastung der Betroffenen über ein Bronchoskop die Engstelle etwas erweitert oder mittels eines speziell angefertigten Silikon-Stents überbrückt werden. Für eine langfristig erfolgreiche Behandlung wird meist das verengte Segment vollständig entfernt und der gesunde Teil der Luftröhre wieder mit dem Kehlkopf verbunden (laryngotracheale Resektion). In 40 Prozent der Fälle ist nicht nur die Trachea betroffen, sondern auch der Ringknorpel bis unterhalb der Stimmbänder. Ist dies der Fall, muss der Ringknorpel ebenfalls teilweise entfernt und rekonstruiert werden (krikotracheale Resektion). Unsere Klinik gehört zu den wenigen Zentren Deutschlands, in denen solch seltenen Operationen durchgeführt werden (Operation nach Grillo, Couraud oder Pearson).

Wie läuft die Operation ab?

Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose in Rückenlagerung. Zunächst wird ein Hautschnitt, der die Form einer Halskette hat, vorgenommen. Anschließend wird das betroffene Segment der Luftröhre rundherum herausgeschnitten, und die beiden gesunden Enden werden wieder miteinander vernäht. Dabei kann reichlich die Hälfte der Luftröhre entfernt werden, was aber zum Glück meist nicht notwendig ist – in der Regel genügt es, nur das erkrankte Teilstück zu entfernen. Reicht die Stenose bis zum Kehlkopf, verändert sich nach der Operation die Stimme dauerhaft, sie wird tiefer.

Bei einer Entfernung des gesamten verengten Trachea-Abschnitts kommt es in der Regel nicht zu einem Rückfall. Deshalb ist eine sorgfältige Planung der Behandlung von großer Bedeutung. Etwa fünf bis sieben Tage nach der Operation erfolgt eine endoskopische Kontrolle der Stimmbänder und der Trachea, um die Wundheilung zu beurteilen. Bei unkompliziertem Befund werden die Patientinnen und Patienten in der Regel einen Tag später entlassen.