Ein Lungenkarzinom ist eine bösartige Erkrankung des Lungengewebes. Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) zählt zu den häufigsten Malignomen in der westlichen Welt. Hauptursache für die Entstehung eines Lungenkarzinoms ist das Rauchen. Etwa 85 Prozent aller Lungenkrebserkrankungen sind Folge des Tabakkonsums. Wird die Erkrankung in einem frühen Stadium entdeckt, ist eine Heilung meist möglich. Allerdings treten anfangs nur selten Symptome auf.
Wenn Betroffene Symptome bemerken, sind dies meist:
Die Behandlung von Lungenkrebs richtet sich nach der Art des Tumors sowie dem Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten. Handelt es sich um einen nicht-kleinzelligen Lungentumor ist eine Operation das erste Mittel der Wahl. Nach einer vollständigen Entfernung des erkrankten Gewebes stehen die Chancen auf eine vollständige Heilung gut.
Kann der Tumor aufgrund seiner Ausbreitung nicht mehr operativ entfernt werden, können eine Chemo- oder Bestrahlungstherapie helfen, das Tumorwachstum zu verlangsamen. Zudem können weitere Medikamente je nach individueller Situation der Betroffenen zum Einsatz kommen.
Zunächst erfolgt eine diagnostische Abklärung mittels Bronchoskopie (Lungenspiegelung), Lungenfunktionsprüfung, Computertomografie des Brustkorbes und des Bauchraumes mit Kontrastmittel, Ganzkörper-PET (bildgebende Methode zur Darstellung von Tumoren) oder Kernspintomografie (MRT) sowie MRT-Untersuchung des Schädels, um das klinische Stadium der Erkrankung zu ermitteln und die histologische Art des Tumors (Gewebetyp) zu bestimmen.
Die onkologische Behandlung eines Lungenkarzinoms setzt sich aus drei Bereichen zusammen:
Welche therapeutischen Maßnahmen im Einzelfall notwendig sind, wird in einer interdisziplinären Tumorkonferenz unter Berücksichtigung der individuellen Situation der erkrankten Person festgelegt. Bei etwa 25 Prozent der Patientinnen und Patienten ist eine Kombination aller drei Behandlungsmöglichkeiten erforderlich.
Eine operative Entfernung des Lungenkarzinoms ist nach wie vor das erste Mittel der Wahl in der Therapie, sofern der Tumor durch den Eingriff komplett entfernt werden kann. Wann immer es sinnvoll ist, sollte eine solche Operation minimalinvasiv (per Schlüssellochtechnik) gewebeschonend und ‑erhaltend (Manschettenresektion, Bronchoplastik, Segmentresektion) erfolgen. Eine Pneumonektomie (Entfernung eines ganzen Lungenflügels) sollte dabei möglichst vermieden werden, um die postoperative Lungenfunktion und damit die Lebensqualität der Betroffenen so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Patientinnen und Patienten mit einem Lungenkarzinom im Frühstadium werden bei uns bereits mit individuellen, gewebesparenden Methoden operiert, um die Beeinträchtigungen nach dem Eingriff gering zu halten.
Je frühzeitiger Lungenkrebs entdeckt wird, desto höher sind die Chancen auf Heilung. Hat sich der Tumor bereits weiter im Körper ausgebreitet oder Metastasen gebildet, sind umfassendere Therapiemaßnahmen notwendig.
Sollte eine Heilung nicht mehr möglich sein, liegt unser Augenmerk darauf, die Erkrankung zu verlangsamen und die Lebensqualität der Betroffenen auf einem möglichst hohen Niveau zu halten.