Tumoren der Brustwand
Was verbirgt sich hinter der Diagnose eines Tumors der Brustwand?
Tumoren der Brustwand sind bei 30 Prozent der Betroffenen gutartig, bei 40 Prozent bösartig und bei weiteren 30 Prozent sekundär in der Brustwand, also Absiedlungen von anderen Primärtumoren.
Zu den gutartigen Tumoren gehören:
- Hauttumoren
- Fibrome und Lipome
- Neurofibrome
- Fibröse Dysplasie
- Chondrome
- Osteochondrome
Bösartige Tumoren sind:
- Hauttumoren
- Chondrosarkome
- Weichteilsarkome
- Knochentumoren
Zu den sekundären Brustwandtumoren zählen:
- Metastasen von Nieren-, Prostata-, Schilddrüsen- und Mammakarzinomen
- Rezidive von Mammakarzinomen (Wiederauftreten)
- Thoraxwandinfiltration durch Bronchialkarzinome
Häufigstes klinisches Symptom bei einem Brustwandtumor sind Schmerzen, die dadurch entstehen, dass der Tumor in die Nerven der Brustwand und in das Rippenfell hineinwächst (Infiltration).
Wie läuft die Behandlung ab?
Die diagnostische Abklärung eines Brustwandtumors erfolgt mittels einer Computertomografie des Brustkorbes und des Bauchraumes mit Kontrastmittel sowie durch eine Ganzkörper-PET. Zusätzlich ist eine Kernspintomografie (MRT) oft hilfreich, um den Umfang einer Operation besser planen zu können.
Wie läuft die Operation ab?
Welche Technik zur Tumorresektion gewählt wird, ist abhängig von Tumorgröße, -lage und -art. Vorrangiges Ziel ist die vollständige Entfernung des Tumorgewebes. Von entscheidender Bedeutung für den Behandlungserfolg ist zudem ein adäquater Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe. Bei gutartigen Tumoren ist ein Sicherheitsabstand von zwei Zentimetern ausreichend, bösartige Tumoren sollten mit vier Zentimetern Abstand reseziert werden. Um dies zu erreichen, müssen häufig eine oder mehrere Rippen entfernt werden. Die Rekonstruktion dieser teilweise großen Defekte ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Operation und soll den mechanischen Schutz der Organe im Brustkorb wiederherstellen. Dies wird durch den Einsatz von nicht-resorbierbaren Kunststoffnetzen, die an den angrenzenden verbliebenen Rippen fixiert werden, erreicht. Größere Weichteildefekte werden in Kooperation mit einer Expertin oder einem Experten der Plastischen Chirurgie versorgt.