Professor Dr. med. Jutta Liebau mit einer Patientin

Brustvergrößerung (Mammaaugmentation)

Wann kann eine Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) angezeigt sein?

Die Form und Größe der Brust ist für viele Frauen ein wesentlicher Teilaspekt ihres Selbstbewusstseins. Manche Frauen leiden unter einer zu kleinen Brust. Dies führt zu einer Beeinträchtigung des Körpergefühls, und der psychische Druck kann erheblich sein. Betroffene fühlen sich nicht als vollwertige Frau und sind in ihrem persönlichen Umfeld und in ihrer Sexualität beeinträchtigt. Ursachen einer zu kleinen Brust können eine genetische Veranlagung sein, eine Gewichtsabnahme oder nach dem Stillen auftreten.

Wie läuft die Behandlung bei einer Brustvergrößerung ab?

Während der ersten ambulanten Untersuchung erheben wir einen ausführlichen Befund und besprechen mit Ihnen das für Sie infrage kommende OP-Verfahren, mögliche Risiken sowie die Auswahl der korrekten Implantatgröße und Implantatform. Wir erstellen einen Kostenvoranschlag für Sie. Einen Termin zur Operation können Sie dann gern telefonisch vereinbaren.

Am Vortag der Operation besprechen wir mit Ihnen noch einmal den Ablauf der Operation sowie die Narkose. Anschließend erfolgt eine Blutentnahme. Am Tage der Operation werden Sie stationär aufgenommen. Es sind nur ein bis zwei Tage Aufenthalt in der Klinik notwendig. Die in der Operation eingebrachten Drainagen können meist am Tag nach der Operation entfernt werden. Zum Wundverschluss wird selbstauflösendes Nahtmaterial verwendet, sodass keine Fadenentfernung erforderlich ist. Der BH soll sechs Wochen lang, der Gurt oberhalb der Brust zwei Wochen lang Tag und Nacht getragen werden, um ein Verrutschen oder Verdrehen der Implantate zu verhindern. Schlafen Sie bitte die ersten zwei Wochen nicht auf dem Bauch. In den ersten Wochen sollten Sie zugunsten einer sicheren Implantateinheilung auf Sport und ausladende Bewegungen mit den Armen verzichten, Autofahren ist aber möglich. Ein- bis zweimal täglich sollten die Narben mit einer fettenden Salbe massiert werden. Die Ausreifung der Narben kann bis zu einem Jahr dauern. Das endgültige Ergebnis der Operation kann meist nach drei bis sechs Monaten beurteilt werden.

Nach Ablauf der Wundheilung gibt es keinerlei körperliche Einschränkungen. Sport, Tauchen, Fliegen, Saunagänge, Mammografie, Massagen und weitere Aktivitäten sind im gleichen Maße wie vor der Operation möglich.

Wir sehen unsere Patientinnen gern nach drei Monaten und nach einem Jahr erneut zur Verlaufskontrolle in unserer Sprechstunde.

Was geschieht bei der Operation zur Brustvergrößerung?

Die als zu klein empfundene Brust kann dem Körperbild angepasst werden. Die meisten Frauen wünschen sich eine natürliche, zu ihren Proportionen passende Brust. Andere wünschen sich eine große Brust. Aus operationstechnischen und medizinischen Gründen und im Hinblick auf in der Folge auftretende Komplikationen kann und darf nicht jeder Wunsch berücksichtigt werden. Bei einer schlaffen, hängenden Brust ist in manchen Fällen für ein optimales Ergebnis eine zusätzliche Bruststraffung erforderlich.

Wir verwenden Silikongel-Implantate. Die Implantate besitzen eine mehrschichtige Prothesenwand. Eine mikrotexturierte Oberfläche begünstigt das Einheilen der Implantate im Gewebe und vermindert das Risiko der sogenannten Kapselfibrose, einer Verhärtung der ursprünglich zarten Bindegewebshülle, die der Körper als natürliche Reaktion um das Implantat bildet. Das Implantat muss für jede Patientin individuell ausgewählt werden. Dazu steht eine große Auswahl verschiedener Größen und Formen von unterschiedlichen Herstellern zur Verfügung.

Die Brustvergrößerung wird in Vollnarkose vorgenommen. Die Operationszeit beträgt ungefähr eine Stunde. Der Hautschnitt wird meist in der Brustumschlagsfalte gewählt und ist etwa vier bis sechs Zentimeter lang. Es ist auch ein Zugang am Brustwarzenrand möglich. Durch den Hautschnitt erfolgt dann die Präparation der Implantathöhle. Diese wird befundabhängig auf oder bevorzugt unter dem Brustmuskel gewählt. Ist der Hautweichteilmantel sehr dünn, bietet der Muskel eine zusätzliche Schutzschicht über dem Implantat. Bei Kraftsportarten können sich Patientinnen durch ein unter dem Muskel sitzendes Implantat eingeschränkt fühlen. Wir beraten Sie diesbezüglich individuell.